EU AI ACT IN DER PRAXIS

EU AI Act Checkliste für Marketing, Websites und Agenturen

Die praktische EU AI Act Checkliste für Content-Teams: KI-Einsatz erfassen, Kennzeichnung prüfen, Freigaben festhalten und Transparenz sichtbar machen.

Diese Checkliste hilft deinem Team, KI-Inhalte vom Entwurf bis zur veröffentlichten Website zu begleiten. Arbeite sie pro Projekt oder Kunde durch und notiere offene Punkte direkt beim jeweiligen Inhalt. Sie konzentriert sich auf Content und Transparenz; die vollständige Einordnung aller KI-Systeme deines Unternehmens braucht einen eigenen Blick.

1. KI-Einsatz und Zuständigkeiten erfassen

Sammle zuerst, wo KI im Projekt tatsächlich eingesetzt wird: Themenideen, Textentwürfe, Bilder, Übersetzungen oder ein Chatbot auf der Website. Ein gemeinsamer Starttermin mit Redaktion, Design und Website-Verantwortlichen hilft, verstreute Anwendungen sichtbar zu machen. Kläre für jedes Werkzeug deine Rolle und den Einsatzzweck.

  • Werkzeug, Aufgabe, Veröffentlichungskanal und verantwortliche Person sind erfasst.
  • Bei Kundenprojekten ist geklärt, wer prüft, freigibt und veröffentlicht; offene Rollenfragen sind zur Prüfung zugewiesen.

2. Die Kennzeichnung pro Inhalt prüfen

Beurteile bei Bildern, Audio und Video insbesondere, ob ein Deepfake vorliegt; prüfe bei Texten den Veröffentlichungszweck und eine mögliche redaktionelle Ausnahme. Eine Empfehlung zur freiwilligen Transparenz und eine gesetzliche Offenlegungspflicht sind unterschiedliche Entscheidungen. Begründe die Einordnung so, dass eine andere Person sie später nachvollziehen kann.

  • Die Entscheidung über einen Hinweis und ihre Begründung liegen beim Inhalt.
  • Unklare Fälle sind vor der Veröffentlichung an die fachlich zuständige Person gegeben.

3. Texte inhaltlich prüfen und freigeben

Öffne die Quellen, gleiche Tatsachenbehauptungen mit den Originalen ab und prüfe Leistungsversprechen im Kontext. Die Freigabe sollte erkennen lassen, welche Textfassung geprüft wurde. Weise Entwürfen einen verständlichen Status zu, damit eine noch offene Prüfung auch bei einer Übergabe im Team sichtbar bleibt.

  • Fakten, Zitate und Quellen sind geprüft; inhaltliche Rückfragen sind geklärt.
  • Verantwortliche Person, Prüfdatum und freigegebene Fassung sind festgehalten; wesentliche spätere Änderungen lösen eine neue Prüfung aus.

4. Hinweise in der veröffentlichten Fassung kontrollieren

Eine passende Kennzeichnung muss auch nach Export und Upload funktionieren. Vergleiche die Datei aus dem Projekt mit der Darstellung im CMS und auf dem Smartphone. Artikel 50 verlangt in den erfassten Fällen klare, unterscheidbare Informationen spätestens bei der ersten Interaktion oder Begegnung. Eine versteckte Information lässt sich daher nicht einfach durch einen internen Vermerk ersetzen.

  • Erforderliche Hinweise sind im vorgesehenen Kanal sichtbar und verständlich; Beschnitt und Komprimierung wurden kontrolliert.
  • Original und veröffentlichte Fassung sind zugeordnet; direkte KI-Interaktionen wurden separat auf ihre Information geprüft.

5. KI-Transparenz auf der Website erklären

Ergänze eine zentrale Erklärung, die euren tatsächlichen KI-Einsatz beschreibt: Aufgaben, Prüfung der Ergebnisse und eine Kontaktmöglichkeit. Verwende konkrete Beispiele aus deinem Projekt. Prüfe beim Verlinken oder Einbetten, ob die Erklärung erreichbar und aktuell ist. Beurteile Hinweise am einzelnen Inhalt weiterhin gesondert.

  • Die Transparenzseite beschreibt gelebte Abläufe und nennt eine zuständige Funktion oder Person.
  • Link, mobile Darstellung und Kontaktweg funktionieren; das Aktualisierungsdatum ist sichtbar.

6. Nach der Veröffentlichung dranbleiben

Lege fest, wer nach einem Website-Relaunch, einem neuen Werkzeug oder geänderten Inhalten erneut prüft. Ein regelmäßiger Blick auf veröffentlichte Seiten ergänzt die Freigabe vor dem Start. Automatische Hinweise können helfen, offene Punkte zu finden; dein Team bewertet, was sie für den konkreten Inhalt bedeuten.

  • Ein Termin und eine verantwortliche Person für die nächste Kontrolle sind festgelegt.
  • Neue Hinweise, Änderungen und erledigte Aufgaben werden im Projekt gesammelt und bei Bedarf an die zuständige Fachperson weitergegeben.
TRANSPARENZ EINFACH UMSETZEN

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